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Die SENS-Struktur im klinischen Alltag

SENS

In komplexen Situationen macht SENS sind. „Worunter leiden Sie am meisten?“ lautet die Leitfrage.

Eine spannende Präsentation von Monica C. Fliedner, MSN, Inselspital Bern

Klicke, um auf Referat_Fliedner.pdf zuzugreifen

Inhouse-Schulungen in Palliative Care: Mein Angebot 2018 / 2019

SENS

Für Langzeitinstitutionen und Spitex-Betriebe biete ich folgende, neu überarbeitete Weiterbildung an:

Grundkurs A1 «Allgemeine Palliativversorgung»

Der Kurs richtet sich an alle interessierten Personen aus dem Pflege- und Betreuungsbereich, die mit Menschen in palliativen Versorgungssituationen in Berührung kommen.

Das «SENS-Modell»

Der Grundkurs A1 ist nach dem Modell «SENS» gegliedert und dauert drei Tage. «SENS» ist eine Strukturierungshilfe bei komplexen Fragestellungen in der Palliative Care und bezieht sich auf die Bereiche Grundlagen, Symptom-Management, Entscheidungsfindung, Netzwerk und Support.

Kurstag 1 Grundlagen

Kursinhalt: Vermittlung von Grundlagen zu Definitionen, Verständnis, Prinzipien und Begriffen der Palliativversorgung. Vertiefte Auseinandersetzung mit der Lebensqualität, mit dem Sinn für das Leben, dem Sterben, Tod und der Trauer.

Ziele: Die Teilnehmenden wissen, wodurch sich die Palliativversorgung auszeichnet und sind in der Lage, erlernte Schwerpunkte in das persönliche Praxisfeld zu übertragen. Sie kennen die wichtigsten Meilensteine der Hospiz- und Palliativbewegung (national und international) und erweitern ihr Wissen in der Auseinandersetzung mit der «Lebenslage Sterbend».

Kurstag 2 Symptom-Management

Kursinhalt: Beobachtung und Wahrnehmung belastender Symptome. Erlernen einer strukturierten Vorgehensweise bei Angst, Schmerz, Atemnot und Rasselatmung.
Ziele: Die Teilnehmenden verfügen über ein allgemein gültiges Grundlagenwissen zum Symptom-Management und erlangen Sicherheit für eine strukturierte Umsetzung in der Praxis. Sie vertiefen ihr Wissen im Umgang mit Angst, Schmerz, Atemnot und Rasselatmung und wissen, wo sie Informationen zum erweiterten Symptom-Management erhalten. Sie sind für den «Worst Case» und die Notfallkette im Betrieb sensibilisiert. Die Auseinandersetzung zu Fragen der Ernährung und Flüssigkeitssubstitution am Lebensende gelingt.

Kurstag 3 Entscheidungsfindung, Netzwerk, Support

Kursinhalt: Fokus «Selbstbestimmung». Entscheidungen finden unter Berücksichtigung der Grundwerte menschlichen Lebens. Kennenlernen unterstützender Dokumenter: zum Beispiel Vorsorgeauftrag, Patientenverfügung, Biografie, Gesprächsgefässe und mehr. Bedeutung der betriebsinternen, externen und persönlichen Netzwerke. Begleiten von Übergängen, Abschieds- und Trauerkulturen entwickeln und weiterentwickeln.

Ziele: Die Teilnehmenden reflektieren Chancen und Grenzen der Palliativversorgung kritisch und sind sich der Wichtigkeit einer «selbstbestimmten» Gestaltung des Lebensendes bewusst. Sie kennen die Grundwerte menschlichen Lebens und sind dazu befähigt, unterstützende Dokumente zur Entscheidungsfindung sinnvoll in der Praxis einzusetzen. Ein Überblick betriebsinterner und externer Sorge-Netzwerke ist vorhanden, Unterstützungsangebote für Abschied und Trauer bekannt. Ein achtsamer Umgang mit belastenden Gefühlen gelingt.

Ich freue mich auf Ihren Anruf oder Ihre E-Mail.

Claudia Gohrbandt

c.gohrbandt@hotmail.com

Tel. 078 815 19 66

Gümligen, 7.7.2018

Warum SENS Sinn macht und zunehmend Anwendung findet

SENS macht Sinn. Davon sind wir mittlerweile überzeugt. Das Modell hat unseres Erachtens enormes Potential. Nicht nur, um sehr pragmatisch die Komplexität der Probleme bei weit fortgeschrittenen Leiden aufzufächern und eine gewisse Übersicht und Priorisierung zu ermöglichen – gemeinsam mit den Patienten. SENS ist unseres Erachtens ein Schritt hin zu einem problem- und weniger diagnosegesteuerten Gesundheitswesen, was angesichts der demographischen Entwicklung und der «Polymorbidität» der alternden Gesellschaft Sinn macht. Idealerweise wird es bei jeder Erkrankung ein Neben- bzw. Miteinander eines Therapieplans gemäss medizinischen Diagnosen, und eines problemorientierten, patientengesteuerten Vorgehens nach SENS geben. SENS eröffnet auch kla- re Wege zu einem kompetenzorientierten interprofes- sionellen Teamwork, wo nicht immer alle Register gezogen werden müssen, sondern je nach Priorität und Instabilität. Es geht ja auch besonders darum, nicht nur mit unseren (personellen) Ressourcen sinnvoll und ef zient umzugehen, sondern auch die schwerkranken Menschen und ihre Angehörigen vor einem Zuviel an engagierten Fachpersonen zu schützen.

Mehr dazu in einem Fachartikel von Prof. Steffen Eychmüller (2014)

https://www.palliative-stadt-sg.ch/wp-content/uploads/2015/06/2015-Fachartikel-SENS-S.-Eychmüller.pdf

2015-Fachartikel-SENS-S.-Eychmüller.pdf

Palliative Weiterbildung nach dem Modell SENS

feder glasPalliative Care orientiert sich am biopsycho-sozial- spirituellen Modell und wird von einem interprofessionellen Team geleistet. Zur pragmatischen Situationseinschätzung, zur Strukturierung und Priorisierung der Arbeit, insbesondere der interprofessionellen Aufgabenteilung, und für Verlaufskontrollen braucht es ein Instrument das alle Aspekte einbezieht, für Kranke wenig belastend ist und wiederholt werden kann.

Ich biete Inhouse-Schulungen für Langzeitinstiutionen und Spitex-Betriebe nach dem Modell-SENS an. (mehr …)

Palliativmedizin: Herausforderung in der Praxis (Eychmüller)

Das interprofessionelle Team ist zentral in der Palliativmedizin

Palliative Care ist das international anerkannte Gesamtkonzept zur Beratung, Begleitung und Versorgung schwerkranker Menschen jeden Alters mit einer nicht mehr zu heilenden Grunderkrankung. Nach ihrer Begründerin Cicely Saunders geht Palliative Care mit einer bestimmten Haltung einher, die als Orientierung in und zwischen Organisationen verstanden werden kann. So versteht sich Palliative Care auch, aber nicht ausschließlich als Alternative zu auf Heilung ausgerichteter Behandlung, und bezieht sich ausdrücklich nicht nur auf die Patienten, die sich schon im letzten Stadium einer tödlichen Erkrankung befinden.

Präsentation von Prof. Steffen Eychmüller: Herausforderungen in der Praxis:

Hier gehts zur Präsentation

Palliative Care beschäftigt sich auch in Lehre und Forschung mit diesem Gebiet. Daraus entwickeln sich weitere wissenschaftliche Disziplinen, wie zum Beispiel Spiritual Care, sowie Konzepte zur Vorsorge wie das Advance Care Planning (ACP), für die letzte Lebensphase die End-of-Life-Care (EoLC) und für Angehörige die Trauerbegleitung.

Die sich daraus ergebende praktische Palliativversorgung ist eine Form der Care-Arbeit, die von mehreren Einrichtungen des Gesundheitswesen angeboten und in interdisziplinärer Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen und auch ehrenamtlichen Helfern umgesetzt wird. Tragende Säulen sind hierbei die Palliativmedizin, die Palliativpflege und die Hospizarbeit. Werden Palliativ-Fachleute und erfahrene Helfer frühzeitig hinzugezogen, können Notfälle, Krisen und letztlich der Sterbeprozess besser bewältigt und damit gegebenenfalls ungewünschte oder unnötige Krankenhausaufenthalte vermieden werden. Außerdem konnte nachgewiesen werden, dass sich bei frühzeitiger palliativer Mitbehandlung die verbleibende Lebenszeit verlängern kann, und das bei verbesserter Lebensqualität.

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