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Pflegepersonal ausgebrannt

Leserbrief, Der Bund, 23.9.21

Die Corona-bedingten Ausfälle beim Pflegefachpersonal mögen in Zahlen ausgedrückt nicht alarmierend erscheinen. Weil die laufenden Sparmassnahmen im Gesundheitswesen hauptsächlich bei der zahlenmässig grössten Berufsgruppe Pflegepersonal durchgesetzt werden, haben die aktuellen Ausfälle aber immer verheerendere Folgen. Bereits vor Corona gab es keine Personalressourcen für Ausfälle wie Krankheit, Ferien und Schwangerschaft.

Sobald jemand ausfällt, weiss die ausfallende Pflegeperson, was sie den Kolleginnen zumutet: Noch höhere Arbeitsintensität und mehr Arbeitseinsätze. Deshalb ist es kein Wunder, wenn jede Pflegeperson bis zum Umfallen weiterarbeitet. Mit Corona hat sich das Ganze noch weiter verschärft. Jetzt, nach 1,5 Jahren Pandemie sind wir selber krank geworden: Wir sind ausgebrannt und haben keine Kraft mehr.

Wir brauchen nun Hilfe aus Politik und Bevölkerung. Lasst euch bitte impfen und geht stimmt im November Ja zur Pflegeinitiative

Myriam Gerber-Maillefer, Pflegeexpertin, Worb

Was ist Sterben?

Warum wir sterben

Checkliste für die Patientenverfügung

Wer nach einem Unfall im Koma liegt, hat keinerlei Gewähr, dass sein Wille bei den medizinischen Behandlungen berücksichtigt wird. Mit einer schriftlichen Verfügung sollte man in gesunden Tagen vorsorgen.

Mehr dazu im Beobachter:

https://www.beobachter.ch/erwachsenenschutz/letzte-entscheide-checkliste-fur-ihre-patientenverfugung

und

https://www.beobachter.ch/gesundheit/medizin-krankheit/patientenverfugung-medizinische-hilfe-um-jeden-preis

Keine Angst vor dem Tod

Wir alle werden sterben. So viel ist – auch im neuen Jahr – sicher. Und doch hat der Umgang mit dem Tod in unserer westlichen Gesellschaft einen schweren Stand. So gut es geht, wird er verdrängt. Wie wäre es, zu Beginn eines neuen Jahrs dem eigenen Lebensende gelassen entgegenzusehen? Das wird leichter, wenn man sich damit schon frühzeitig auseinandersetzt. Das heisst vor allem, sich dem Leben zu widmen, seinem Wert und Sinn. Sich auf neue Begnungen, neue Projekte, neue Aktivitäten, auf Ferien und Überraschungen zu freuen. Nicht nur heute, sondern jeden Tag im 2021, immer wieder neu.

Mehr dazu hier:

https://magazin.mein-erbe-tut-gutes.de/impulse/keine-angst-vor-dem-tod/

Wachsendes Interesse an Palliative Care News

Blogstatistik am 30.12.2020

Das Interesse an Palliative News ist nach wie vor am Wachsen. Im vergangenen Jahr besuchten 55 000 Personen diesen Blog. Sie hinterliessen 90 000 Klicks. Der Aufwärtstrend der letzten Jahre wurde fortgesetzt.

Je rund 40 Prozent der Lesenden lebt in der Schweiz oder in Deutschland. Der Rest verteilt sich auf Österreich, Italien, Frankreich und die USA.

Thematisch interessierten am meisten Artikel über Total Pain, über die München Palliative-Ärztin Claudia Bausewein sowie das Edmonton Syndrom. Gut gelesen wurden auch Beiträge über Exit und Sterbefasten.

Dass der Blog im World Wide Web gut indexiert ist, belegt die Tatsache, dass rund die Hälfte der Besuchenden über eine Suchmaschine auf die Webseite fanden.

Der Erfolg unserer Arbeit ist uns Ansporn und Freude zugleich, auch im nächsten Jahr an dieser Stelle regelmässig über die Themen Sterben, Tod und Trauer zu berichten. Herzlichen Dank für Ihr Interesse.

Allen ein gesundes, glückliches und zufriedenes 2021.

„Gott“ – von Ferdinand von Schirach, Film

Der 78-jährige ehemalige Architekt Richard Gärtner möchte seinem Leben ein Ende setzen. Dies soll jedoch nicht im Ausland, sondern ganz legal mit der Hilfe seiner Hausärztin geschehen. Für Dr. Brandt kommt es aus persönlicher Überzeugung nicht infrage, ihrem zwar betagten, aber gesunden Patienten ein todbringendes Präparat zu besorgen. Richard Gärtners Fall wird exemplarisch vor dem Deutschen Ethikrat diskutiert. Strittig ist dabei nicht die Frage, welche Formen von Sterbehilfe für Ärzte straffrei sind, sondern ob Mediziner dem Patientenwunsch eines Lebensmüden gerecht werden müssen – egal ob jung, alt, gesund oder krank. Ethikrat-Mitglied Dr. Keller befragt die Sachverständigen und lässt so die unterschiedlichen Experten zu Wort kommen. Die Verfassungsrechtlerin Prof. Litten und der Anwalt von Richard Gärtner stehen Bischof Thiel und Ärztekammerchef Sperling dabei mit unterschiedlichen Meinungen gegenüber. Am Ende richtet sich die Ethikrat-Vorsitzende direkt an das Publikum: Soll Richard Gärtner das tödliche Präparat bekommen, um sich selbstbestimmt das Leben zu nehmen?

Der ganze Film hier:

https://www.srf.ch/play/tv/redirect/detail/160f8eeb-114f-44ad-99ea-545a2cdc19ac

Wie geht würdiges Sterben?

In der Corona-Krise erstellen viele Menschen eine Patientenverfügung: Sie wollen selber entscheiden, wie weit die Behandlung gehen soll. Die Frage, wann ein medizinischer Eingriff noch sinnvoll ist, spaltet Ärzte, Patienten und Angehörige.

Mehr dazu in der Sonntagszeitung:

https://epaper.sonntagszeitung.ch/index.cfm/epaper/1.0/share/email?defId=10000&publicationDate=2020-11-08&newspaperName=SonntagsZeitung&pageNo=27&articleId=118044585&signature=43C40819F05CD5598B5F23C06CA140B206BBE9F2

Verbände fordern: Heime sollen systemrelevant sein

Altersheim in St. Gallen

Die Behörden sollen Alters-, Pflege- und andere Heime als systemrelevant anerkennen. Deshalb soll die öffentliche Hand ihnen auch den im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie entstandenen Mehraufwand abgelten. Die Alters- und Pflegeheime, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sowie für Kinder und Jugendliche hätten in der Corona-Krise Beträchtliches für den Gesundheitsschutz geleistet, teilten die Heimverbände Curaviva und Insos mit. Während der ausserordentlichen Lage hätten sie strenge Schutzmassnahmen umsetzen müssen.

http://www.curaviva.ch

„Es darf nicht sein, dass alte Menschen dann aus Einsamkeit sterben“

Der WHO-Direktor Hans Kluge über Fehler im Umgang mit dem Coronavirus, weshalb Europa so hart getroffen wurde und wieso er Lockdowns für den falschen Weg hält.

Mehr dazu hier:

https://www.derbund.ch/kein-gesundheitssystem-war-vorbereitet-498620200965

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